Es gibt ein Dorf in der Emilia-Romagna, wo die Kunst in einer mittelalterlichen Burg lebt

Wyatt Reed

Updated: 26 Mai 2026 ·

Ein mittelalterliches Dorf in der Romagna

LONGIANO
foto von travel.thewom.it

Die Landschaft ringsum ist geprägt von Weinbergen, Obstgärten und malerischen Straßen, die wie Wellen auf und ab steigen, während das Dorf sich nach und nach offenbart, zwischen stillen Ausblicken und blühenden Höfen.

Mitten in den Hügeln, die Cesena und Rimini trennen, liegt Longiano, ein kleines mittelalterliches Dorf, das aus der Ferne aufs Meer schaut und die authentischste Seite der Romagna bewahrt.

Longiano ist einer dieser Orte, die nicht auf Lärm setzen, sondern auf Balance. Hier kommt man her, um langsamer zu werden, die frische Luft der Hügel zu atmen und sich von einem kulturellen Erbe überraschen zu lassen, das man in einem so kleinen Dorf nicht erwartet.

Aus diesem Grund hat es auch die Orange Fahne des Touring Clubs erhalten, eine Auszeichnung, die die einladendsten und gepflegtesten Dörfer Italiens belohnt.

Eine Burg voller Kunst, drinnen und draußen

Im historischen Zentrum dominiert das Castello Malatestiano, eine im XIII. Jahrhundert erbaute Festung, die bis heute perfekt erhalten ist. Darin befindet sich heute die Tito Balestra Stiftung, die eine äußerst reiche Sammlung zeitgenössischer Kunst mit Werken von Guttuso, Morandi, Maccari, Sironi und vielen anderen beherbergt.

Der Effekt ist überraschend: eine alte Burg, die moderne Gemälde, Installationen, Radierungen und Skulpturen beherbergt. Ein Spaziergang durch diese Räumlichkeiten ist wie ein Sprung durch verschiedene Epochen, die sich begegnen, ohne aufeinander zu prallen.

In den Sommermonaten verwandelt sich der Burghof in einen offenen Raum für Aufführungen und Konzerte, perfekt, um den Abend im Freien mit Musik und Atmosphäre zu genießen.

Zu Fuß entdecken, ohne Eile

Longiano lässt sich leicht zu Fuß erkunden und jede Straße erzählt eine Geschichte. Nach dem Besuch der Burg lohnt es sich:

  • Besuchen Sie das Teatro Petrella, ein kleines Juwel aus dem 19. Jahrhundert, das noch aktiv ist
  • Eintritt ins Museum für Sakrale Kunst mit Werken und religiösen Objekten, die mit der lokalen Geschichte verbunden sind
  • Halt im Museum des Territoriums, um die Beziehung zwischen dem Dorf und seinen Menschen besser zu verstehen
Longiano
Longiano foto von travel.thewom.it

Während eines Spaziergangs entdeckt man unbekannte, aber faszinierende Ecken: Ziegelbögen, mittelalterliche Höhlen und Ausblicke auf die Täler. Das Schöne ist gerade das: kein genaues Ziel zu haben und sich von der Neugier leiten zu lassen.

Wann man besuchen und was man kosten sollte

Im Frühling kleidet sich Longiano festlich: Die Pfirsich- und Kirschbäume blühen und färben die Hügel, wodurch eine Landschaft entsteht, die wie gemalt aussieht. Es ist eine der besten Zeiten für einen Besuch, zusammen mit dem Sommer, wenn das Dorf mit Veranstaltungen, Märkten und Kunstausstellungen im Freien belebt wird.

Und dann ist da noch der Tisch, der hier eine ernsthafte Angelegenheit ist. Zwischen den Besuchen kann man anhalten, um heiße Piadina, lokale Wurstwaren, frische Käse und Weine aus den Hügeln von Cesena zu probieren. Jedes Gericht erzählt ein Stück des Territoriums, und das Essen wird zu einem weiteren Weg zu reisen.

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