Chichen Itza, 5 interessante Fakten über die Ruinen der Maya-Stadt

Wyatt Reed

Updated: 26 Mai 2026 ·

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Chichen Itza, 5 interessante Fakten über die Ruinen der Maya-Stadt

Chichen Itza ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Yucatán-Halbinsel in Mexiko.

Es ist eine heilige Stadt und ein Pilgerzentrum der Maya, gegründet von den Itza, den sogenannten Wassermagiern, im 5. Jahrhundert n. Chr.

Es ist das Zeugnis einer der faszinierendsten und geheimnisvollsten Kulturen, die die Maya im Herzen der dichten Dschungel von Chiapas, Guatemala, Yucatán, Honduras und Belize entwickelt haben.

Hier sind fünf interessante Fakten, die Chichen Itza zu einem Muss für jeden Reisenden machen.

Die Pyramide von Kukulkan: Ein Stein-Kalender

Kukulkan
foto von travel.thewom.it

Die ikonischste Struktur von Chichen Itza ist die Pyramide von Kukulkàn, auch bekannt als El Castillo. Diese Stufenpyramide ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein präziser Kalender.

Jede Seite der Pyramide hat 91 Stufen, die zusammen mit der oberen Plattform insgesamt 365 ergeben, genau wie die Tage im Jahr.

Während der Tagundnachtgleiche im Frühling und Herbst wirft die Sonne einen Schatten entlang der Nordtreppe, wodurch das Bild einer gefiederten Schlange entsteht, die scheinbar die Pyramide hinuntergleitet. Das Phänomen des Lichtes und der Schatten ist ein Zeugnis des außergewöhnlichen Fortschritts der Maya in Architektur und Astronomie.

Die Legende der gefiederten Schlange

Die Figur der gefiederten Schlange, Kukulkàn, ist eine der wichtigsten Gottheiten in der Maya-Mythologie. Die Pyramide von Kukulkàn in Chichen Itza ist dieser Gottheit gewidmet, und zu Zeiten der Tagundnachtgleiche im Frühling und Herbst kommt der Gott, identifiziert mit der gefiederten Schlange, auf die Erde herab.

Laut der Legende kehrt Kukulkàn am Ende jedes Kalenderzyklus zurück, um das Maya-Volk zu führen. Dieser Mythos verstärkt die spirituelle und kulturelle Bedeutung von Chichen Itza für die Maya.

Der große heilige Cenote: Ein Opferbrunnen

Cenote Sacro
Cenote Sacro foto von travel.thewom.it

Chichen Itza beherbergt den berühmten Cenote Sacro, ein riesiges Naturbecken, das von den Maya für religiöse Zwecke genutzt wurde.

Archäologen fanden zahlreiche menschliche Überreste und wertvolle Gegenstände wie Gold, Jade und Keramiken auf dem Boden des Cenote, was darauf hindeutet, dass er für Opfergaben an die Götter, besonders an den Regengott Chaac, und für menschliche Opfer genutzt wurde.

Die Opfer waren Krieger, Kinder und Mädchen, die in den Boden des Cenote geworfen wurden. An einer Seite des Südufers des Beckens wurden Plattformen in zwei Ebenen gebaut, die vielleicht als Sitze für diejenigen dienten, die an den Zeremonien teilnahmen.

Daneben sind die Ruinen eines Gebäudes zu sehen, das als Dampfbad oder Temazcal umgebaut wurde, in dem die Opfer gereinigt wurden. Gegenüber diesem Gebäude hängt eine weitere Plattform über dem Rand des Cenote, von der aus die Opfergaben gemacht wurden.

Der Tempel der Krieger und die Statue von Chaac Mool

Tempio dei Guerrieri
Tempio dei Guerrieri foto von travel.thewom.it

Der Tempel der Krieger ist eine 12 Meter hohe und 40 Meter breite Struktur. Der zentrale Tempel zeigt Reliefs von Kriegern, Adlern und Jaguaren, die Menschenherzen fressen, sowie Darstellungen des Gottes Tlalchitonatiuh.

Es ist eine der imposantesten und wichtigsten Strukturen von Chichen Itza und könnte das einzige spätklassische Maya-Gebäude sein, das groß genug ist für wirklich große Versammlungen. Der Tempel besteht aus vier Plattformen, flankiert von 200 runden und quadratischen Säulen an den Seiten Süden und Westen. Alle quadratischen Säulen sind mit Reliefs von Tolteken-Kriegern verziert.

Das Interessante ist, dass im Untergeschoss des Tempels der Krieger eine Statue des Gottes Chaac Mool aufbewahrt wird, der einen Helm trägt und einen Gürtel, von dem menschliche Köpfe hängen.

Der Caracol: Das astronomische Observatorium

caracol
Caracol foto von travel.thewom.it

Der Caracol, oder "Schnecke" auf Spanisch, ist eine runde Struktur, die als astronomisches Observatorium diente. Die Maya waren geschickte Astronomen und nutzten den Caracol, um die Bewegungen der Sterne und Planeten zu beobachten.

Die Fenster des Observatoriums sind mit den Himmelsrichtungen und den wichtigsten astronomischen Ereignissen wie den Solstitien und Tagundnachtgleichen ausgerichtet, was das tiefgreifende Wissen der Maya über Astronomie beweist.